Von der Energiewende profitieren

Gepostet von admin am Okt 24, 2012 in Energie | Keine Kommentare

Die Energiewende bestimmt seit geraumer Zeit ganz klar die Nachrichtenwelt Deutschlands: Atomausstieg und der damit verbundene Strompreisanstieg, Debatten über das Erneuerbare Energien-Gesetz, Ökostrom-Umlage und nach dem Wahl-Gewinn der Grünen in Baden-Württemberg erhält nun Stuttgart einen grünen Oberbürgermeister. Doch wo befindet man sich als Verbraucher in diesem Spiel? Kann man von der Energiewende profitieren?

Wer bezahlt die Energiewende?

Nach der Reaktorkatastrophe in Japan ruderte die Bundesregierung ganz schnell zurück und schrieb sich den Atomausstieg auf Ihre Fahne. Schließlich geht es um unsere Umwelt und bietet sich damit als Top-Wahlkampfthema an. Die meisten Bürger begrüßten diese Richtungsänderung. Doch wer die grüne Revolution zahlen wird, wurde erst im Laufe der Zeit klar. Nicht nur die Regierung sondern auch die (Energie-)Konzerne wälzen die Kosten auf den Verbraucher ab. Die österreichische Tageszeitung Die Presse schreibt, dass die Kosten für den „größten wirtschaftspolitischen Eingriff der Nachkriegszeit völlig aus dem Ruder laufen“. Weiter heißt es, dass arme Haushalte durch die „Überförderung“ erneuerbarer Energien überfordert werden.

Wie kann ich von der Energiewende profitieren?

Das Zauberwort heißt hier „investieren“. Beispielweise in Photovoltaik oder die Windkraft. So erzeugen Sie Ihre eigene Energie und sind bis zu einem gewissen Grad unabhängig vom Strompreis. So kann man von der Energiewende profitieren.

Photovoltaik

Die Photovoltaik Preise sind in den letzten Jahren enorm gesunken und sind für viele daher erschwinglich. Selbst mit einem gut durchdachten Finanzierungsmodell ist Solarstrom oft noch rentabel. Wer kann, sollte also die Möglichkeit nutzen und die bereits erwähnte staatlich garantierte „Überförderung“ der erneuerbaren Energien in Anspruch nehmen.

Windkraft

Eine Anlage in Windparks ist sicherlich auch überlegenswert. Der Unterschied zur Photovoltaik liegt hier darin, dass Sie Ihre Investition oft gar nicht zu Gesicht bekommen, da Gesellschaften Ihr Geld weit weg anlegen, zum Beispiel in Offshore-Windparks. Eine Alternative bieten daher Kleinwindanlagen, welche unter bestimmten Umständen auf dem Hausdach oder dem Grundstück installiert werden dürfen und wenigstens den privaten Strombedarf decken. Im Vergleich zur Photovoltaik sind diese Anlagen aber leider noch sehr teuer.

Blockheizkraftwerke

Blockheizkraftwerke oder kurz BHKW fallen nur unter Umständen in den Bereich der erneuerbaren Energien. BHKW können nämlich auch mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden und so absolut umweltverträglich arbeiten. Bestimmte Anlagen erzeugen sogar in Kombination mit einer Solaranlage 100% emissionsfrei Strom und Heizwärme. Das Land NRW und auch der Bund haben sich bereits für die verstärkte Förderung dieser Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ausgesprochen.