Schiff der Gaza-Flotte ist in See gestochen

Gepostet von mt28 am Jul 7, 2011 in Allgemein | Keine Kommentare

Trotz des verhängten Auslaufsverbots soll ein Schiff aus Frankreich in Richtung Gaza-Streifen ausgelaufen sein. Anscheinend befindet sich unter den acht Passagieren der Hilfsflotte auch der Ex-Präsidentschaftskandidat Olivier Besancenot. Das relativ kleine Schiff ist vergangene Nacht in See gestochen, wobei sich jedoch keine Hilfsgüter an Bord befinden. Seit kurzem hat es die griechische Regierung sämtlichen Schiffen untersagt, von griechischen Häfen in Richtung Gaza-Streifen auszulaufen. Diesbezüglich protestierten zahlreiche Aktivisten in Athen und besetzten die spanische Botschaft. Erst zwei Tage zuvor wurde ein Schiff aus Kanada von der griechischen Küstenwache daran gehindert den Hafen von Kreta zu verlassen. Laut einem Aktivisten sind 15 Schwerbewaffnete Polizisten an Bord des Bootes gekommen und haben es am Hafen festgesetzt. Nachdem zwei Aktivisten versucht hatten das Boot der Küstenwache mit einem Kajak abzudrängen, wurden diese umgehend festgenommen. Um Hilfsgüter in den Gaza-Streifen zu bringen, wollen mehrere Schiffe die Seeblockade von Israel durchbrechen. Laut Medienberichten soll es sich dabei um 35 Journalisten aus über 20 Ländern sowie rund 300 pro-palästinensische Aktivisten handeln. Das Auslaufverbot der griechischen Küstenwache wird damit begründet, dass das israelische Militär notfalls Gewalt anwenden würde, falls die Hilfsflotte die Blockade verbotenerweise durchbrechen wolle. Als im Mai letzten Jahres ein Hilfskonvoi tonnenweise Hilfsgüter für den Gaza-Streifen an Bord ihres Schiffes hatten und die Seeblockade durchstoßen wollten, stürmten israelische Elitesoldaten das Schiff und erschossen neun Aktivisten aus der Türkei. Der Regierungschef Benjamin Netanjahu ließ nun auch die Sicherheitsvorkehrungen an dem Flughafen von Tel Aviv verschärfen, um die Ankunft von pro-palästinensischen Aktivisten besser zu überwachen. Kurz zuvor kündigten die Aktivisten im Internet an, dass sich rund 500 Personen aus den USA, Frankreich sowie Deutschland auf den Weg Richtung Israel machen würden. Anschließend wollen sie in die Palästinensergebiete reisen, welche von Israel besetzt werden.