Griechen-Krise: Politiker bereiten Schuldenschnitt vor

Gepostet von mt28 am Jul 14, 2011 in Allgemein | Keine Kommentare

Laut jüngsten Meldungen sollen die Staaten Europas kurz vor einem Schuldenschnitt sein. Mittels eines Rückkaufprogramms griechischer Staatsanleihen zu günstigen Preisen könnte dem verschuldeten durch die Euro-Länder geholfen werden. Mittlerweile wird besprochen, ob Griechenland eigene Staatsanleihen für nur 50 Prozent des Nominalwerts wieder zurückkauft. Die finanziellen Mittel für den Kauf könnten beispielsweise vom europäischen Schutzschirm EFSF locker gemacht werden. Laut Medienberichten würde es ein Großteil der EU-Länder akzeptieren, wenn die Staatsanleihen in dem Fall als teilweiser Zahlungsausfall gewertet werden. Da dies wiederum die Banken Griechenlands hart treffen würde, wollen die Länder Geld locker machen, um den Bankhäusern unter die Arme zu greifen. Eines der Hauptprobleme Griechenlands ist derzeit neben der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft natürlich die enorme Staatsverschuldung. Durch einen Schuldenschnitt wäre es laut den Ökonomen möglich, das Investorenvertrauen wieder herzustellen. Schulden von über 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sind an den Finanzmärkten auf keinen Fall akzeptabel. Die Märkte leihen Griechenland deshalb kein Geld mehr, weil sie von einem baldigen Schuldenschnitt ausgehen und in dem Fall hohe Verluste in Kauf nehmen müssen. Damit diese Unsicherheit beseitigt werden könne, sei als Befreiungsschlag nur eine Umschuldung der richtige Weg, den die Euro-Staaten bislang aber ablehnten. Die EU-Länder befürchten, dass dann auch andere verschuldete in Schieflage kommen und sich eine neue Bankenkrise entwickelt. Bei dem letzten Treffen wurde auch eine Umschuldung anders als zuvor von den Euro-Finanzministern nicht mehr kategorisch abgelehnt. Am kommenden Freitag wollen die Regierungs- und Staatschefs in Brüssel erneut zusammentreffen und in einem Sondergipfel über die angespannte Lage beraten.