E-Mobilität – Die Marktmodelle und interessante Feldversuche der großen Hersteller

Gepostet von Finance News am Mai 29, 2012 in Wirtschaft | Keine Kommentare

Mit den verschiedensten Konzepten drängen die Autohersteller auf den wachsenden Markt der E-Mobilität. Während kleinere Anbieter wie Fisker für einen Nischenmarkt produzieren, bringen auch die großen Hersteller erste Großserienmodelle auf den Markt – eine echte Alternative zum Verbrennungsmotor oder bloß exotische Spielerei?

Franzosen in der Vorreiterrolle
In diesem Jahr will Renault mit seinen neuen E-Modellen überzeugen. Vom puristischen Zweisitzer Renault Twizy über den Kleinwagen ZOE bis hin zur ausgewachsenen Stufenhecklimousine Fluence kann sich der Käufer für ein Modell mit 100 Prozent Elektroantrieb entscheiden. Ein Verbrennungsmotor als Reserve existiert nicht. Wegweisend und ökologisch loben die einen – zu teuer, zu wenig Kofferraumvolumen und eine dürftige Reichweite beklagen die anderen. In der Tat: Die Akkus brauchen ihren Platz. Mit einer Reichweite von bis zu 185 km lassen sich aber alltägliche Wegstrecken ohne weiteres zurücklegen. Für den Alltagsbetrieb ist auch der Smart Fortwo electric drive gedacht. 140 km können mit 75 elektrischen PS zurückgelegt werden.

Elektro-Hybridfahrzeug als mittelfristige Alternative
Andere Hersteller wie GM setzen mit ihren Modellen Chevrolet Volt und Opel Ampera auf das Mischkonzept des Elektro-Hybridfahrzeugs. Der Clou dabei: Alltägliche Wegstrecken bis 80 km können rein elektrisch gefahren werden, sinkt die Akkuleistung, schaltet sich automatisch ein Verbrennungsmotor ein. So bleibt dem Fahrer die nötige Flexibilität und Spontanität erhalten. Einen ähnlichen Weg beschreitet auch BMW mit seinem Hybridwagen i8. 2014 soll das ökologische Sportcoupe mit E-und Verbrennungsmotor beim Händler stehen. Auch kleinere Anbieter wie Fisker setzen auf Sportlichkeit. Mit Fahrfreude und Emotionen will der kalifornische Herstelle seine Produkte an den Mann bringen.

Käufer sollten sich gedulden
Wenn Sie über den Kauf eines Elektroautos nachdenken, sollten sie sich etwas noch gedulden. Frühestens 2013 werden andere Hersteller wie etwa VW und BMW mit ihren E-Modellen dazustoßen. Wem das zu lange dauert, der muss mit einer begrenzten Auswahl an Serienmodellen vorlieb nehmen. Wenn Sie mit einem begrenzten Kofferraumvolumen leben können und obendrein den PKW fast ausschließlich zur täglichen Fahrt zur Arbeit gebrauchen, dann kann ein E-Auto für sie die Rettung von den hohen Spritpreisen bedeuten.