Britische Waffengeschäfte boomen durch arabische Aufstände

Gepostet von mt28 am Sep 1, 2011 in Allgemein | Keine Kommentare

Laut der „Times“ sind die britischen Rüstungsexporte in den letzten Wochen stark angestiegen. Vom brutalen Vorgehen mit Waffengewalt der arabischen Regimes gegen friedliche Demonstranten hat die britische Waffenindustrie enorm profitiert. Anscheinend ist der Umsatz mit den politisch instabilen Regionen in Nordafrika sowie dem Nahen Ostens seit Ausbruch der Unruhen um rund 30 Prozent angestiegen. Alleine im Zeitraum vom Februar bis zum Juni dieses Jahres hat Großbritannien Waffen mit einem Volumen von rund 34 Millionen Euro in diese Regionen geliefert, worunter beispielsweise Länder wie Bahrain, Libyen und Saudi-Arabien gewesen sind. Die Rüstungskonzerne Großbritanniens haben in demselben Zeitraum des vergangenen Jahres Waffen im Volumen von 25 Millionen Euro exportiert, was rund ein Drittel weniger ist. In der Vergangenheit kam es schon öfters vor, dass die britische Regierung wegen seiner Rüstungsgeschäfte kritisiert wurde. Erst Im Mai dieses Jahres kam heraus, dass Spezialeinheiten vom britischen Militär in Saudi Arabien Elitesoldaten ausbilden und dies auch mit modernsten Waffen versorgen. Anfang dieses Jahres hat die britische Regierung bekannt gegeben, dass Rüstungsgeschäfte mit Regimes genau unter die Lupe genommen werden, woraufhin zahlreiche Verträge mit diversen Ländern gekündigt wurden.
Nichts desto trotz sieht man an diesem Beispiel, dass die Waffengeschäfte mit Regimes weltweit boomen. Unter den weltweit größten Waffenexporteuren landet Großbritannien auf dem fünften Rang. An erster Stelle steht nach wie vor die USA, gefolgt von Russland, Deutschland und Frankreich.